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Aktuelles aus dem ISGV 08/2020


Sehr geehrte Damen und Herren,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit der COVID 19-Pandemie (Corona-Pandemie) ist auch das Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde von erheblichen Einschränkungen betroffen. Dennoch geht unsere Arbeit weiter und wir möchten Sie mit diesem Newsletter über Neuerscheinungen, aktuelle Forschungsvorhaben und kommende Tagungen und Veranstaltungen informieren.

Kurzfristige Programmänderungen, die sich aus den aktuellen Entwicklungen ergeben, entnehmen Sie bitte der Homepage www.isgv.de.
Newsletterinhalt
  • Online-Projekt - Sächsische Biografie online neu gestartet
  • Szenische Lesung - Kontaktzone // Zóna Kontaktu – eine dokumentarische Performance
  • Tagung verschoben - Mit Vergnügen! Höfische Kultur im mitteldeutschen Raum des 18. Jahrhunderts
  • Tagung verschoben - Zwischendurch die Promotion!? 15. dgv-Doktorand*innentagung
  • Schriftenreihen - Neue Forschungen zu sächsischen Klöstern
  • Kooperation - ISGV ist Datenlieferant der Deutschen Digitalen Bibliothek
  • Projektwebsite - Umbruchserfahrungen im Kontext von 1989: stadtethnografische Annäherungen an Jena
  • Verbundprojekt - erster Workshop „Care and Volunteering in Transformation“ erfolgreich durchgeführt
  • Filmreihe - Als die Bilder sprechen lernten. Dresdner Kinokultur zwischen Stumm- und Tonfilm (weiter ab 7. Oktober)
  • Veranstaltungskalender
Online-Projekt

Sächsische Biografie online neu gestartet

Screenshot Sächsische Biografie
Die Sächsische Biografie – das personengeschichtliche Lexikon zur Geschichte Sachsens – hat mit ihrem Neustart Anfang Juli 2020 ein frisches und übersichtlicheres Erscheinungsbild, aber auch eine verbesserte Funktionalität erhalten. Die Maßnahme wurde durch Mittel der Inklusionsförderung des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Kultur und Tourismus mitfinanziert, so dass die Sächsische Biografie nunmehr barrierefrei ist.

Zugleich wurden die Abfragemöglichkeiten verbessert. Die Schlitze für Eingaben sind benutzerfreundlich jetzt gleich oben auf der Such-Startseite zu finden. Die biografischen Texte, die weiterhin im Mittelpunkt des Projekts stehen, tragen nun als Überschrift eine einprägsame Kurzform des jeweiligen Personennamens. Bei den neuen Artikeln werden alle vorkommenden Orte und Personen im Text verlinkt, man gelangt direkt zu anderen Säbi-Artikeln oder zu den Einträgen im Historischen Ortsverzeichnis. Der Block links mit Kurzinformationen zur Person und ihrem Umfeld wurde übersichtlicher gestaltet.

Eine immer wichtigere Rolle spielen die Verknüpfungen mit anderen Datenbanken. Deshalb wurden diese jetzt neu geordnet: Die wichtigsten biografischen Ressourcen finden sich an der Spitze, gefolgt von Wikimedia-Links sowie schließlich einem Verweis, der zu weiteren Datenbanken führt. Für die Zukunft ist geplant, die Erschließung der Datenbank zum Beispiel mit der Eingrenzung der Suche auf bestimmte Zeiträume oder mit einer Recherchemöglichkeit nach bestimmten Berufsgruppen weiter voranzutreiben.

zur Biografie...
Szenische Lesung

Kontaktzone // Zóna Kontaktu –
eine dokumentarische Performance

An der polnisch-deutschen Grenze (Foto: Ira Spieker)
Premieren am 7. Oktober in Ústí nad Labem und am 22. Oktober in Dresden

Regionale Identitäten in der tschechisch-polnisch-deutschen Grenzregion, gemeinsame Erfahrungen und divergierende Geschichtsbilder, Annäherung und Ablehnung stehen im Fokus dieses Projekts. Ein tschechisches Team hat die Interviews aus dem Forschungsprojekt Kontaktzonen. Kulturelle Praktiken im deutsch-tschechisch-polnischen Grenzraum für eine Bühnenfassung aufbereitet und kombiniert ausgewählte Sequenzen mit kulturwissenschaftlichen, musikalischen und literarischen Perspektiven auf Grenzen unterschiedlicher Art.

Üblicherweise werden die Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeit in der ‚klassischen‘ Schriftform präsentiert. Durch die zusätzliche Umsetzung in eine dokumentarische Performance sollen ein größeres Publikum erreicht und vor allem – eine Prämisse ethnografischer Forschung – die Ergebnisse an die Menschen in der Region zurückgespielt werden. Gefördert wird das Vorhaben vom EU-Kleinprojektefonds, dem Deutsch-Tschechischen-Zukunftsfonds sowie dem Schroubek Fonds Östliches Europa. Die Performance ist Teil des Programms der Tschechisch-Deutschen Kulturtage 2020.

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Tagung verschoben

Mit Vergnügen! Höfische Kultur im mitteldeutschen Raum des 18. Jahrhunderts

VERSCHOBEN auf den 17. bis 18. September 2021, Staatsarchiv Chemnitz

Die für Oktober 2020 geplante Tagung zur Kultur an kleinen Höfen im 18. Jahrhundert in Chemnitz mit einer Abendexkursion nach Schloss Glauchau muss verschoben werden und wird im Jahr 2021 nachgeholt.

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Tagung verschoben

Zwischendurch die Promotion!? 15. dgv-Doktorand*innentagung

VERSCHOBEN auf den 15. bis 17. Oktober 2021, Seminarhaus Schloß Oberau

Die ebenfalls für Oktober 2020 geplante Doktorand*innentagung der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde wird im Jahr 2021 nachgeholt.

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Schriftenreihen
SSGV 62

Neue Forschungen zu sächsischen Klöstern


Ergebnisse und Perspektiven der Arbeit am Sächsischen Klosterbuch

Schriften zur sächsischen Geschichte und Volkskunde – Band 62

Herausgeber: Enno Bünz, Dirk Martin Mütze, Sabine Zinsmeyer

Verlag: Leipziger Universitätsverlag GmbH

ISBN: 978-3-96023-306-0
Band 62 der ISGV-Reihe „Schriften zur sächsischen Geschichte und Volkskunde“ führt in die verschwundene Welt der mittelalterlichen Klöster der Region. Denn Sachsen war bis zur Reformation eine reiche und vielgestaltige Klosterlandschaft. Alle bedeutenden religiösen Gemeinschaften und Orden des Mittelalters waren hier mit Niederlassungen vertreten. Die Einleitung und 17 Aufsätze des Bandes bieten neue Forschungsergebnisse aus landes- und kirchengeschichtlicher, kunsthistorischer und archäologischer Perspektive. Thematisch werden so vielfältige Aspekte wie die religiösen Motive der Klostergründung, karitative Aufgaben, das Ablasswesen, die Bildungs- und Bibliotheksgeschichte, Bauformen und Ausstattung der Klosterkirchen, Vogteiherrschaft und landesherrliche Klosterpolitik sowie die Aufhebung von Klöstern in der Reformationszeit angesprochen. Der Band ist zugleich ein Ausblick und Vorgeschmack auf das Sächsische Klosterbuch, das als Ergebnis eines ISGV-Projekts demnächst die Geschichte aller 73 geistlichen Gemeinschaften von Männern und Frauen im Gebiet des heutigen Freistaats Sachsen vorstellen wird.

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Kooperation

ISGV stellt Daten für die Deutsche Digitale Bibliothek zur Verfügung

Logo der Deutschen Digitalen Bibliothek
Die Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) bietet einen freien digitalen Zugang zum kulturellen und wissenschaftlichen Erbe Deutschlands. Auch das ISGV beteiligt sich nun an dieser Initiative. Beginnend mit einer Präsentation der sogenannten kleinen Andachtsbilder aus dem Nachlass des Volkskundlers Adolf Spamer sollen zukünftig Daten und Digitalisate aus dem Bildarchiv des ISGV präsentiert werden. In Vorbereitung ist zudem eine Ausstellung bei der DDB über die Sammlung kleiner Andachtsbilder.

zum Bestand in der DDB...
Projektwebsite

Umbruchserfahrungen im Kontext von 1989: stadtethnografische Annäherungen an Jena

Punks bei der Großveranstaltung „Jugend 86“ der Ev. Kirche in Rudolstadt (Foto: Ralf Vogel / ThürAZ-F-VR-001.02)
Auch Städte – als soziale, politische und
wirtschaftliche Gebilde – spiegeln die Transformationsprozesse um 1989/90 wider. Bei der Untersuchung dieser Prozesse sollte sich der Blick aber nicht vom Offensichtlichen leiten lassen. Im Rahmen des Forschungslehrprojektes „1989 revisited. Stadtethnografische Annäherung an Jena“ (in Kooperation mit dem Seminar für Volkskunde / Kulturgeschichte der Universität Jena) wurden daher Phänomene in den Blick genommen, die bislang eher unterbelichtet geblieben sind. Das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit ist nun auf einer Website zu sehen. Neben dem Wandel, der sich in baulichen Veränderungen im Stadtbild oder im Funktionswandel von Plätzen und Gebäuden zeigt, werden die Punkszene in Jena und die Offene Arbeit der Evangelischen Kirche in den Blick genommen, die alternativen Jugendkulturen in der DDR einen gewissen Freiraum bot.
Präsentiert werden weiterhin der Saalbahnhof, der sich vom Verkehrsknotenpunkt zum kulturellen Treffpunkt entwickelte, sowie die Plattenbausiedlung Lobeda samt ihrem vielfältigen Angebot an Kunst im öffentlichen Raum. Auch die Saale steht als wichtige Lebensader der Stadt im Fokus. Daran knüpft das Problem Umweltverschmutzung an, und auch das damit verbundene große Engagement zahlreicher aktiver Menschen wird thematisiert.

zur Projektwebsite...
Verbundprojekt

„Care and Volunteering in Transformation“ – der erste gemeinsame Workshop des Projektverbunds „Multiple Transformationen“

Der erste von vier Workshops im Projektverbund „Multiple Transformationen“, dem auch das Projekt „Soziales Erbe“ des ISGV angehört, fand am 13. und 14. Juli statt. Die Veranstalterinnen Maren Hachmeister und Friederike Kind-Kovács vom Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung haben ein digitales Format gewählt. Tatjana Thelen eröffnete den Workshop „live“ mit einer Key Note zu Überlegungen, inwiefern Care – definiert als ein Prozess, der darauf abzielt, sozial anerkannte Bedürfnisse zu befriedigen – Ungleichheit reproduzieren und Differenz konstruieren kann.In den zwei Panels „Care in postsocialist transformation“ und „Volunteering in postsocialist care and welfare systems“ wurden die zuvor zirkulierten Beiträge von sieben Forscherinnen und Forschern diskutiert. Beispiele von Pflegearbeit, humanitärer Hilfe oder Stressmanagement aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa fokussierten die Veränderungen und Kontinuitäten von Fürsorgepraktiken und Freiwilligkeit unter der Annahme einer langen Transformationsperiode von den 1970ern bis in die 2000er Jahre. Der internationale Kreis der Teilnehmenden – einer der Vorteile von digitalen Formaten – vereinte politikwissenschaftliche, historische und kulturanthropologische Ansätze, die einen vielseitigen Einblick in die Transformationsforschung von Care-Praktiken und ihrer fundamentalen Bedeutungen ermöglichte.

zum ISGV-Projekt...
Filmreihe

Als die Bilder sprechen lernten. Dresdner Kinokultur zwischen Stumm- und Tonfilm

Plakat zur Filmreihe des ISGV
Die im März aufgrund der Corona-
Pandemie unterbrochene Filmreihe von ISGV und SLUB wird am 7. Oktober 2020 mit einem Meilenstein des proletarischen Films – „Kuhle Wampe oder Wem gehört die Welt?“ – fortgesetzt. Bis zum Jahresende folgen zwei weitere Filmabende.

7. Oktober: Kuhle Wampe
4. November: Sohn der weißen Berge
2. Dezember: Menschen am Sonntag (musikalische Begleitung durch DJ D’dread)

Das Hygienekonzept zum Schutz vor Infektionen erfordert eine Beschränkung der Zuschauerzahl im Klemperer-Saal auf 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Eine Anmeldung  ist erforderlich.

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Veranstaltungskalender
Datum Veranstaltung
ab 7. Oktober 2020
(Fortsetzung)
Als die Bilder sprechen lernten. Dresdner Kinokultur zwischen Stumm- und Tonfilm, Filmreihe in Dresden
7. Oktober 2020 Kontaktzone // Zóna Kontaktu – eine dokumentarische Performance in Ústí nad Labem
22. Oktober 2020 Kontaktzone // Zóna Kontaktu – eine dokumentarische Performance in Dresden
12.-14. November 2020 Kurfürst Johann Georg I. und der Dreißigjährige Krieg in Sachsen, Tagung in Dresden
18.-20. März 2021 Wege – Gestalten – Profile. Katholische Kirche in der sächsischen Diaspora, Tagung in Dresden
16.-18. Juni 2021 Edition und Kommentar. Aufbau und Vermittlung von kontextualisierenden Inhalten
17.-18. September 2021
Mit Vergnügen – Höfische Kultur im mitteldeutschen Raum des 18. Jahrhunderts, Tagung in Chemnitz​

15.-17. Oktober 2021

Zwischendurch die Promotion!? 15. dgv-Doktorand*innentagung

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V.
Henrik Schwanitz
Zellescher Weg 17
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