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Aktuelles aus dem ISGV 10/2020


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde und Freundinnen des ISGV,

die Schlacht am Weißen Berg jährt sich in wenigen Wochen zum 400. Mal – für uns ein Anlass, den Dreißigjährigen Krieg in Sachsen auf einer großen internationalen und interdisziplinären Tagung zu diskutieren. Andere Veranstaltungen müssen leider pandemiebedingt verschoben werden, merken Sie sie sich aber gerne schon für 2021 vor! Besonders freuen wir uns über den Start eines Dissertationsprojekts zum Thema „Lokales Aushandeln von Migration in Sachsen seit 1989/90“ und begrüßen herzlich Nick Wetschel als neuen Doktoranden.

Viel Spaß beim Lesen unseres Newsletters!
Ihr ISGV
Newsletterinhalt
  • Tagung - Kurfürst Johann Georg I. und der Dreißigjährige Krieg
  • Szenische Lesung verschoben - Kontaktzone // Zóna Kontaktu – eine dokumentarische Performance
  • Neues Projekt - Figuren der lokalen Aushandlung von Migration in Sachsen seit 1989/90
  • Digitale Erschließung - Digitale Erschließung der Nachlässe und Sammlungen am ISGV
  • Virtuelle Ausstellung zu Adolf Spamers Andachtsbildern nun online 
  • Schriftenreihen - „Grüne Reihe“ im neuen Gewand!
  • Schriftenreihen - Kursachsen und das Ende des Alten Reiches
  • Schriftenreihen - Bischof Thilo von Trotha (1466-1514)
  • Filmreihe fortgesetzt - Als die Bilder sprechen lernten. Dresdner Kinokultur zwischen Stumm- und Tonfilm
  • Veranstaltungskalender
Tagung

Kurfürst Johann Georg I. und der Dreißigjährige Krieg in Sachsen

Tagung Johann Georg
Gemeinsame Tagung des ISGV und der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in Zusammenarbeit mit dem GWZO Leipzig


12.–14.11.2020
Residenzschloss Dresden




Hinweis: Der Tagungsablauf wird, wenn notwendig, an die Pandemie-Entwicklung der nächsten Wochen angepasst.
Bitte achten Sie dazu auf die Tagungsseite des ISGV. Anmeldungen per Email werden unter lenka.nemravova@skd.museum jederzeit entgegengenommen.
Die international besetzte Tagung hat das Ziel einer Neubewertung der Zeit des Dreißigjährigen Krieges in Kursachsen. Der über vier Jahrzehnte regierende Kurfürst Johann Georg I. steht dabei als Familienoberhaupt, Politiker und Kunstsammler im Mittelpunkt. Ziel ist es, sowohl die Person des Kurfürsten und sein persönliches Regiment als auch die kursächsische Politik im Dreißigjährigen Krieg insgesamt sowie die Auswirkungen dieses Konflikts auf Land und Bevölkerung in interdisziplinärer Perspektive zu diskutierten. In drei Sektionen sollen das Verhältnis von Konfession und Krieg, die höfische Repräsentation zur Zeit Johann Georgs I. sowie Kriegsalltag, Kriegserfahrungen und Kriegsfolgen behandelt werden. Ein öffentlicher Abendvortrag zur Person des Kurfürsten Johann Georg I., eine Führung durch die Dauerausstellungen im Residenzschloss und eine Podiumsdiskussion zu „Kursachsen und Europa im Dreißigjährigen Krieg“ runden das Programm ab.

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Szenische Lesung verschoben

Kontaktzone // Zóna Kontaktu –
eine dokumentarische Performance

Proben zur Szenischen Lesung
Script und audiovisuelle Elemente waren fertiggestellt, Plakate und Flyer entworfen, die Proben in vollem Gang. Leider mussten wir die Premieren der Dokumentarischen Performance dann doch kurz vor den Aufführungen in Ústí nad Labem am 7. Oktober sowie in Dresden am 22. Oktober absagen: Insbesondere der Ausnahmezustand in der tschechischen Republik und infolgedessen die Arbeitsbedingungen des Ensembles haben uns zu dieser Entscheidung veranlasst. So finden die Aufführungen leider nicht im Rahmen der diesjährigen Tschechisch-deutschen-Kulturtage statt. Aber natürlich gibt es schon Pläne für das kommende Jahr: Wir werden die Aufführungen dann hoffentlich im April oder Mai auf der Bühne sehen können.

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Neues Projekt im Bereich Volkskunde/Kulturanthropologie

Figuren der lokalen Aushandlung von Migration in Sachsen seit 1989/90

Layoutentwurf für das Multikulturelle Zentrum Zittau, 1992.
Seit Anfang Oktober ist die Promotionsstelle des ISGV neu besetzt: Nick Wetschel bearbeitet in den nächsten beiden Jahren das Projekt „Figuren der lokalen Aushandlung von Migration in Sachsen seit 1989/90“. Dabei geht er der Frage nach, wie die gesellschaftliche Selbstverständigung über die Einwanderungsgesellschaft, die sich in der Folge des Umbruchs 1989/90 notwendigerweise einstellte, in Sachsen erfolgte. Diese Aushandlungsprozesse fanden und finden zwischen migrantischen Individuen und Organisationen, Institutionen von Politik und Verwaltung sowie Diskursgestalterinnen und -gestaltern in einem lokalen Migrationsregime statt.

Dessen Analyse soll einen Beitrag dazu leisten, die Forschungslücke einer nach Migration fragenden DDR- und Transformationsforschung zu schließen, deren Erkenntnisinteresse sich auch auf eine notwendige Vervielfältigung der Perspektiven auf das bundesdeutsche Narrativ der Migrationsgesellschaft richtet.

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Digitale Erschließung

Digitale Erschließung der Nachlässe und Sammlungen am ISGV

Plakat Josefa Elstner-Oertel
Die wissenschaftliche Disziplin
Volkskunde/Kulturanthropologie in Sachsen kann auf eine fast einhundertjährige Geschichte zurückblicken: Mit der Besetzung eines volkskundlichen Lehrstuhls an der Technischen Hochschule mit Adolf Spamer 1926 begann die Geschichte der Institutionen, die als Vorgänger des im Jahr 1997 gegründeten ISGV fungieren. Deren unterschiedliche Forschungsinteressen und Herangehensweisen lassen sich an den im ISGV verwahrten Nachlässen und Sammlungen ablesen. Neben den Verwaltungs- und Forschungsarchiven des Instituts für Volkskunde und der volkskundlichen Forschungsstelle der Akademie der Wissenschaften der DDR sind insbesondere die Nachlässe von Adolf Spamer, Siegfried Kube, Rudolf Weinhold, der Märchenerzählerin Josefa Elstner-Oertel und anderen Persönlichkeiten von Interesse.
Der Erhalt, die Erschließung und die digitale Verzeichnung der überlieferten Unterlagen bilden eine wichtige Aufgabe des ISGV. Um die öffentliche Sichtbarkeit und Verfügbarkeit zu gewährleisten, werden die Findbücher der Nachlässe und Sammlungen aktuell in das Portal Kalliope eingearbeitet und ergänzt.

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Virtuelle Ausstellung zu Adolf Spamers Andachtsbildern nun online

Andachtsbild - S. Maria von gutten Rath.
Über Jahrzehnte sammelte der Volkskundler Adolf Spamer (1883–1953) kleine Andachtsbilder. Sein am ISGV verwahrter Nachlass, der zwischen 2017 und 2019 digital erschlossen wurde, beinhaltet aber nicht allein die Objekte, sondern auch wissenschaftliches Material, das Spamers langjährige Beschäftigung mit dem visuellen Medium dokumentiert. Eine virtuelle Ausstellung bei der Deutschen Digitalen Bibliothek widmet sich nun seinen Praktiken und Techniken des Sammelns. Knapp 100 ausgewählte Objekte geben Einblick in die Vielfalt der Sammlung. Alle 400 kleinen Andachtsbilder aus dem Nachlass können auch bei der Deutschen Digitalen Bibliothek eingesehen werden.

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Schriftenreihen

Schriften zur sächsischen Geschichte und Volkskunde im neuen Gewand!

Die traditionsreichste Publikationsreihe des ISGV erscheint nach zwanzig Jahren ab Band 63 erstmals in einem modifizierten neuen Gewand. Das zusammen mit dem Grafikbüro des Verlags entwickelte Layout verbindet Kontinuität des allgemeinen Erscheinungsbildes mit neuen Elementen wie dem vergrößerten farbigen Bild auf der Frontseite und einer nunmehr glatten Einbandoberfläche für eine auch angenehme haptische Wahrnehmung der Bücher. Der Maßstab für die inhaltliche Qualität der Reihe bleibt selbstverständlich unverändert!
SSGV 63

Kursachsen und das Ende des Alten Reiches


Die Politik Dresdens auf dem Immerwährenden Reichstag zu Regensburg 1802 bis 1806

Schriften zur sächsischen Geschichte und Volkskunde – Band 63

Autor: Friedrich Quaasdorf

Verlag: Leipziger Universitätsverlag GmbH

ISBN: 978-3-96023-352-7
Mit der Niederlegung der Kaiserkrone im Jahr 1806 durch Kaiser Franz II. hörte das Heilige Römische Reich Deutscher Nation auf zu existieren. Doch war dies nur der ultimative Akt einer länger andauernden Krise. Die neue Studie von Friedrich Quaasdorf untersucht die letzten Jahre dieses unter dem Druck Napoleons sich auflösenden Reiches anhand des Immerwährenden Reichstags zu Regensburg und im Hinblick auf die dortige Rolle der kursächsischen Gesandtschaft. Dabei geht es sowohl um die Funktionsweise des Reichstags im Ganzen wie auch um die Zusammensetzung und Arbeitsweise der kursächsischen Gesandtschaft. Weiterhin wird die rapide abnehmende Handlungsfähigkeit des Reichstags seit 1803 bis hin zu dessen Auflösung untersucht. Dabei wird deutlich, dass auch das traditionell reichstreue Kursachsen den Kräften, die zum Zerfall der Reichsverfassung und seiner Institutionen führten, keinesfalls gewachsen war.

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SSGV 64

Bischof Thilo von Trotha (1466–1514)


Merseburg und seine Nachbarbistümer im Kontext des ausgehenden Mittelalters

Schriften zur sächsischen Geschichte und Volkskunde – Band 64

Herausgeber: Enno Bünz, Markus Cottin

Verlag: Leipziger Universitätsverlag GmbH

ISBN: 978-3-96023-349-7
Dom und Schloss Merseburg zeigen bis heute zahlreiche Spuren der Bautätigkeit Bischof Thilos von Trotha, sein Wappenzeichen mit dem Raben ist noch an vielen Stellen sichtbar und die darauf basierende Rabensage ist bis heute in Merseburg lebendig geblieben. Der 500. Todestag dieses bedeutenden mitteldeutschen Bischofs aus dem ausgehenden Mittelalter bot den Anlass zu einer Tagung, deren Vorträge zusammen mit weiteren Beiträgen in diesem Band der ISGV-Schriftenreihe veröffentlicht werden. 18 Aufsätze widmen sich dem mitteldeutschen Bischof in vergleichender Perspektive, bieten aber auch viel Neues zum familiären Umfeld Thilos, seinem Werdegang und seiner Amtsführung. Grundsätzliche Fragen bischöflichen Handelns in den Jahrzehnten vor Ausbruch der Reformation werden angesprochen. So wird deutlich, dass und inwiefern Thilo in geistlicher wie auch weltlicher Hinsicht aus der Vielzahl der Mitbischöfe seiner Zeit hervorragte.

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Filmreihe

Als die Bilder sprechen lernten. Dresdner Kinokultur zwischen Stumm- und Tonfilm

Plakat zur Filmreihe des ISGV
Die im März aufgrund der Corona-
Pandemie unterbrochene Filmreihe von ISGV und SLUB ist ab dem 7. Oktober 2020 mit einem Meilenstein des proletarischen Films – „Kuhle Wampe oder Wem gehört die Welt?“ – fortgesetzt worden. Bis zum Jahresende folgen zwei weitere Filmabende.

4. November: Sohn der weißen Berge

2. Dezember: Menschen am Sonntag (musikalische Begleitung durch DJ D’dread)

Das Hygienekonzept zum Schutz vor Infektionen erfordert eine Beschränkung der Zuschauerzahl im Klemperer-Saal auf 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Eine Anmeldung  ist erforderlich.

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Veranstaltungskalender
Datum Veranstaltung
seit 7. Oktober 2020
(Fortsetzung)
Als die Bilder sprechen lernten. Dresdner Kinokultur zwischen Stumm- und Tonfilm, Filmreihe in Dresden
12.-14. November 2020 Kurfürst Johann Georg I. und der Dreißigjährige Krieg in Sachsen, Tagung in Dresden
18.-20. März 2021 Wege – Gestalten – Profile. Katholische Kirche in der sächsischen Diaspora, Tagung in Dresden
16.-18. Juni 2021 Edition und Kommentar. Aufbau und Vermittlung von kontextualisierenden Inhalten
17.-18. September 2021
Mit Vergnügen – Höfische Kultur im mitteldeutschen Raum des 18. Jahrhunderts, Tagung in Chemnitz​

15.-17. Oktober 2021

Zwischendurch die Promotion!? 15. dgv-Doktorand*innentagung
Kurzfristige Programmänderungen, die sich aus den aktuellen Entwicklungen ergeben, entnehmen Sie bitte der Homepage www.isgv.de.

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V.
Henrik Schwanitz
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