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Aktuelles aus dem ISGV 01/2021


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde und Freundinnen des ISGV,

auch das neue Arbeitsjahr bleibt von der COVID-19-Pandemie überschattet. An diese Situation kann man sich gewiss nicht gewöhnen, aber für das ISGV können wir zumindest festhalten, dass die Arbeitsabläufe und weiteren Planungen darauf eingestellt werden konnten. Schon die eingeschränkten Arbeitsbedingungen sind für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Herausforderung, die bislang bestens gemeistert wurde. Eine Herausforderung ist auch der Blick auf 2021, stehen doch wichtige Jubiläen wie die hundertjährige Wiederbegründung des Bistums Dresden-Meißen an, die das ISGV als Mitveranstalter eines Kolloquiums würdigen wird, das nun digital stattfinden muss. Der Hinweis auf mehrere Neuerscheinungen zeigt, dass das ISGV auch im vergangenen Pandemiejahr produktiv gearbeitet hat. Möge das auch in diesem Jahr so bleiben!

Viel Spaß beim Lesen unseres Newsletters!
Ihr ISGV
Newsletterinhalt
  • Nachruf - Karlheinz Blaschke verstorben
  • Personalia - Wechsel im Kuratorium
  • Kolloquium - Wege – Gestalten – Profile. Katholische Kirche in der sächsischen Diaspora
  • Projektabschluss - 1918 als Achsenjahr der Massenkultur
  • Schriftenreihen - Urbane Kinokultur. Das Lichtspieltheater in der Großstadt 1895–1949
  • Schriftenreihen - Monumente (in) der Region
  • Zeitschriften - Volkskunde in Sachsen Bd. 32/2020
  • Projekte - Digitales Bildarchiv: Demnächst kuratierte Zugänge
  • Projektverbund-Website online - Multiple Transformationen
  • Onlineausstellung - Wir wohnen Wort an Wort – Banat, Siebenbürgen, Bukowina
  • Neue Studie - Zwangssterilisation und „Euthanasie“ im Erinnern und Erzählen
  • Veranstaltungskalender
Nachruf

Karlheinz Blaschke verstorben

Karlheinz Blaschke
Am 25. Dezember 2020 ist der Landeshistoriker Karlheinz Blaschke im
Alter von 93 Jahren verstorben. Sein Leben ist untrennbar mit der Geschichte Sachsens verbunden, deren Erforschung er sich seit der Promotion bei Rudolf Kötzschke in Leipzig 1950 unablässig gewidmet hat. Viele Jahre wirkte Blaschke im sächsischen Archivwesen, wechselte 1969 aber aus politischen Gründen auf eine Dozentur am Theologischen Seminar in Leipzig, einer kirchlichen Hochschule, und wurde nach dem Ende der DDR und der deutschen Wiedervereinigung 1992 auf den Lehrstuhl für sächsische Landesgeschichte an der TU Dresden berufen, den er aufgrund einer
Sonderregelung über die gesetzliche Altersgrenze hinaus bis 1998 innehatte. In diesen Jahren hat Blaschke wesentlich dazu beigetragen, die sächsische Landesgeschichtsforschung zu einer leistungsfähigen, über die Landesgrenzen hinaus beachteten Disziplin zu machen. Mit der ihm eigenen Beharrlichkeit hat der Verstorbene in den 1990er Jahren die Gründung eines außeruniversitären landesgeschichtlichen Forschungsinstituts betrieben, die 1997 mit der Einrichtung des Instituts für Sächsische Geschichte und Volkskunde in Dresden realisiert werden konnte. Dem wissenschaftlichen Beirat des Instituts hat Blaschke von 1997 bis 2006 angehört.Nach jahrzehntelanger Zwangspause konnte Karlheinz Blaschke 1993 mit Band 64 die angesehene Zeitschrift „Neues Archiv für Sächsische Geschichte“ wiederbegründen, die 1942 mit Band 63 ihr Erscheinen hatte einstellen müssen. Seit 2002 wird das NASG im Auftrag des ISGV von einem erweiterten Kreis von Fachleuten herausgegeben. In Zusammenarbeit mit dem ISGV hat Karlheinz Blaschke, dabei tatkräftig unterstützt von Susanne Baudisch, das Historische Ortsverzeichnis von Sachsen neu herausgebracht und gegenüber der Erstausgabe von 1957 erheblich erweitert (Quellen und Materialien zur sächsischen Geschichte und Volkskunde, Band 2). Dieses Standardwerk wird im Institut mittlerweile als Digitales HOV fortgeführt und laufend aktualisiert. Das ISGV hat Karlheinz Blaschke anlässlich seines 75. und 80. Geburtstages durch wissenschaftliche Kolloquien geehrt. Anlässlich des 75. Geburtstags erschienen ausgewählte Aufsätze von Blaschke („Beiträge zur Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte Sachsens“, 2002) als Band 5 der Schriften zur sächsischen Geschichte und Volkskunde. Das Themenspektrum verdeutlicht anschaulich die Schwerpunkte der Forschungsleistung Blaschkes, der sich vor allem mit Fragen der Struktur- und Verfassungsgeschichte Sachsens im späten Mittelalter und in der Frühen Neuzeit befasst hat. Hinzu kommen seine Forschungsleistungen auf dem Gebiet der Reformationsgeschichte, die zum 80. Geburtstag 2007 mit einem Ehrenkolloquium über „Perspektiven der Reformationsforschung in Sachsen“ gewürdigt wurden (Bausteine aus dem ISGV, Band 12). Das Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde erinnert sich in Dankbarkeit an einen Landeshistoriker, der im Dienst an der sächsischen Geschichte unbeirrbar seinen Weg gegangen ist und dabei auch Konflikte nicht gescheut hat. Sein reichhaltiges Oeuvre, das die zentrale Bedeutung von Mittelalter und Früher Neuzeit für die Geschichte des Landes herausgestellt hat, wird auch für künftige Generationen von Landeshistorikern ein Bezugspunkt bleiben und dazu anregen, die Geschichte Sachsens weiter perspektivenreich und mit Engagement zu erforschen und zu vermitteln. Eine ausführliche Würdigung des Verstorbenen wird im Neuen Archiv für Sächsische Geschichte erscheinen.

Enno Bünz/Andreas Rutz
Personalia

Wechsel im Kuratorium des ISGV

Ende 2020 ist Prof. Dr. Karl Lenz aus dem Kuratorium des ISGV ausgeschieden. Herr Lenz gehörte seit 2010 als Vertreter der TU Dresden dem Kuratorium an. Das ISGV dankt ihm für seine jahrelange Mitarbeit in diesem Gremium sowie für sein außerordentliches Engagement für das Institut. Als neues Kuratoriumsmitglied wurde Prof. Dr. Roswitha Böhm ernannt. Frau Böhm hat an der TU Dresden die Professur für französische Literatur- und Kulturwissenschaft inne und ist seit August 2020 Prorektorin für Universitätskultur. Das ISGV heißt Frau Böhm herzlich willkommen.

Kuratorium des ISGV...
Kolloquium

Wege – Gestalten – Profile. Katholische Kirche in der sächsischen Diaspora

Flyer Kolloquium 100 Jahre Bistum Dresden-Meißen
Online-Kolloquium des Bistums Dresden-Meißen in Kooperation mit dem ISGV

18.-20. März 2021


Die Wiedergründung des Bistums Meißen von 1921, zunächst noch mit dem Bischofssitz in Bautzen, war ein entscheidender Schritt zur endgültigen Gleichberechtigung der beiden großen christlichen Konfessionen in Sachsen. In den folgenden Jahrzehnten fand die katholische Kirche unabhängig von staatlichen Strukturen ihre spezifische, oft eher unauffällige, aber doch hör- und sichtbare Rolle innerhalb der Gesellschaft – im traditionell protestantischen Sachsen, unter zwei Diktaturen und nach 1990 im wiedervereinigten Deutschland. Die bevorstehende 100-Jahr-Feier der Wiedergründung des Bistums bietet jetzt einen willkommenen Anlass, um bei der Tagung ausgewählte Fragen zur Geschichte der katholischen Kirche in Sachsen, aber auch innerhalb der gesamtdeutschen Situation zu erörtern.

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Projektabschluss

1918 als Achsenjahr der Massenkultur. Kino, Filmindustrie und Filmkunstdiskurse in Dresden vor und nach 1918

Screenshot Website kino.isgv.de
Das Kinoprojekt des ISGV ist erfolgreich abgeschlossen. Es war Teil des Verbundprojekts „1918 – Schlüssel für das historische Verständnis alles Kommenden bis in die Gegenwart“ und wurde als solches drei Jahre lang vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus gefördert. Am Beispiel Dresdens, 1910 eine der fünf größten deutschen Städte, untersuchte das Projekt den Aufstieg des Kinos als Leitmedium der modernen Populärkultur von seiner Entstehung 1895 bis 1949. Kernstück der Projektarbeit ist die quellenbasierte Website „Dresdner Kinokultur“, die am 15. Dezember 2020 online gegangen ist. Ein interaktiver Stadtplan, auf dem alle bekannten Dresdner Kinos von 1896 bis 1949 eingetragen sind, erschließt die Dresdner Kinotopografie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Weiterführende Informationen und historische Abbildungen zu den Kinos und den dort aufgeführten Filmen sowie Quellentexte zur frühen Dresdner Kinogeschichte können ebenfalls abgerufen werden. Öffentlichkeitswirksam begleitet wurde das Projekt durch die gemeinsam mit der SLUB konzipierte Filmreihe „Als die Bilder sprechen lernten“ mit Filmen aus der Übergangsphase vom Stumm- zum Tonfilm, die in einem der zahlreichen Lichtspieltheater Dresdens liefen. Eine Fortsetzung der Filmreihe mit Tonfilmen der 1930er Jahre ist ab Mai 2021 geplant.

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Schriftenreihen
ISGVdigital2

Urbane Kinokultur


Das Lichtspieltheater in der Großstadt 1895–1949

ISGV digital – Band 2

Herausgeber:
Wolfgang Flügel, Merve Lühr, Winfried Müller in Zusammenarbeit mit Sophie Döring und Lennart Kranz 

ISBN: 978-3-948620-01-1
DOI: 10.25366/2020.41 (ab Februar 2021 verfügbar)
Der als barrierefreie Onlinepublikation konzipierte Band dokumentiert eine interdisziplinäre Tagung, die das ISGV im Rahmen des Forschungsprojekts „1918 als Achsenjahr der Massenkultur. Kino, Filmindustrie und Filmkunstdiskurse in Dresden vor und nach 1918“ in Kooperation mit den Technischen Sammlungen Dresden im November 2019 durchgeführt hat. Vertreterinnen und Vertreter der Geschichtswissenschaft, Kulturanthropologie, Soziologie, Medienwissenschaft und Architektur fragen in 15 Beiträgen nach Kontinuitäten und Umbrüchen des Kinos in der Großstadt zwischen 1895 und 1949, ergänzt um gelegentliche Ausblicke auf die Entwicklungen der folgenden Jahrzehnte. Gruppiert um die drei Schwerpunkte „Urbane Kinokultur: Das Beispiel Dresden“, „Kino im urbanen Raum – Kino als urbaner Raum“ und „Urbane Kinokultur: Die Klein- und Mittelstadt“ gilt das Interesse den Akteurinnen und Akteuren innerhalb und außerhalb des Kinos, der Kinorezeption sowie wirtschafts- und technikgeschichtlichen Parametern, die mit der Entwicklung der Lichtspieltheater verknüpft werden.

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Bausteine39

Monumente (in) der Region


Denkmäler als Zeugnisse städtischer Erinnerungskultur in Sachsen (1871–1914)

Bausteine aus dem Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde – Band 39

Autor: Sönke Friedreich

Verlag: Leipziger Universitätsverlag GmbH

ISBN: 978-3-96023-359-6
Historische Denkmäler gehören bis heute zum selbstverständlichen Erscheinungsbild vieler Orte. Als Elemente der Erinnerungskultur und kollektiven Identität begegnen sie vielfach im Alltag. Wie die jüngst aufgeflammten Kontroversen über die Entfernung von Monumenten des vordemokratischen Zeitalters gezeigt haben, dienen sie bis heute zugleich als Kristallisationspunkte der symbolischen Selbstverständigung der Gesellschaft. Die zwischen 1871 und 1914 entstandene Denkmallandschaft Sachsens steht exemplarisch für eine monumentale Memorialkultur, deren Gestalt bis heute nachwirkt. Im neu erschienenen volkskundlich-kulturwissenschaftlichen Band wird die Denkmalerrichtung als soziale und erinnerungskulturelle Praxis untersucht. Die archivalische Forschung in zahlreichen Klein- und Mittelstädten Sachsens erlaubt Rückschlüsse auf die Funktionen und Ausprägungen der Erinnerungskultur. Abschließend wird der Blick auf Umgangsformen mit kaiserzeitlichen Denkmälern nach 1918 bis in die Gegenwart geworfen.

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Zeitschriften
ViS2020

Volkskunde in Sachsen


Jahrbuch für Kulturanthropologie

Band 32 (2020)

Schriftleitung: Ira Spieker und Sönke Friedreich

Verlag: Jonas Verlag

ISBN: 978-3-89445-582-8
Der neue Band enthält u. a. die Beiträge des Kolloquiums für Konrad Köstlin, mit dem dieser nach langjähriger Tätigkeit aus dem Wissenschaftlichen Beirat des ISGV Ende 2019 verabschiedet wurde. Damit würdigen das ISGV sowie alle ehemaligen Bereichsleiter Volkskunde seinen großen Einsatz für das Institut sowie die kritische Begleitung und fachliche Unterstützung des Bereichs Volkskunde. Des Weiteren finden sich die Aufsätze der Tagung „Wissen – Akteur*innen – Praktiken. Nachlässe als Quelle volkskundlich-kulturanthropologischer Wissensgeschichte“ vom Mai 2019 im Band, in denen die große Bedeutung von Nachlässen für die volkskundliche Forschung hervorgehoben wird. Anlass ist der Abschluss des Projektes zur Erschließung und Digitalisierung des Nachlasses von Adolf Spamer im ISGV.

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Projekte

Digitales Bildarchiv: Demnächst kuratierte Zugänge

Beispiele aus dem Bildarchiv des ISGV
In den nächsten Wochen wird die neue Website des digitalen Bildarchivs online gestellt. Neben den gängigen Suchfunktionen bietet sich den Nutzerinnen und Nutzern dann eine erweiterte Perspektive auf unterschiedliche Lesarten visueller Quellen. Denn die Fotografien, Grafiken und Postkarten wurden unter je bestimmten Aspekten gesammelt und
erstellt. Die Digitalisierung und die damit einhergehende Neuorganisation der Materialien löste diese Rahmung jedoch zunehmend auf. Durch sogenannte kuratierte Projekte werden die Bildquellen durch den Rückbezug auf ihre Forschungsprojekte (re)kontextualisiert. Damit lassen sowohl Facetten der Institutsgeschichte wie auch die Vielfalt kulturwissenschaftlicher Themenbezüge nachvollziehen. 
In Projektform werden zunächst folgende Themen abgebildet: „Alte Bauten im neuen Dorf“, „Dresdner Kinokultur 1896 bis 1949“, „Urlaub in der DDR“, „Das kleine Andachtsbild“, „Körperbilder“, „Künstlersteinzeichnungen“ und „Museumsdokumentation.“ Auf diese Weise ermöglicht bietet unser Bildarchiv ein besonderes Angebot, das große Datenbanken nicht leisten können: einen (wissensgeschichtlichen) Einblick in die Sammlungszusammenhänge eines Archivs sowie in die Transformation visueller Quellen, die in unterschiedlichen Zusammenhängen ihren Aussagewert verändern.
Projektverbund-Website online

Multiple Transformationen. Gesellschaftliche Erfahrungen und kultureller Wandel in Ostdeutschland und Ostmitteleuropa vor und nach 1989

Färbergasse, SLUB Dresden / Deutsche Fotothek/ Gerhard Weber, http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/71517994
Der Projektverbund „Multiple Transformationen. Gesellschaftliche Erfahrungen und kultureller Wandel in Ostdeutschland und Ostmitteleuropa vor und nach 1989“ hat seit Oktober einen eigenen Internetauftritt. Auf der Seite gibt es weitere Informationen zu den Projekten, Veranstaltungen und Veröffentlichungen sowie Neuigkeiten aus dem Verbund.

Auf Twitter sind alle Meldungen außerdem unter #multitrafo zu finden.
Onlineausstellung

Wir wohnen Wort an Wort – Banat, Siebenbürgen, Bukowina: Ein Ethnograffiti Südosteuropas

Onlineausstellung
Grenzstationen und Nachtzüge, Begegnungen und Gespräche, Securitate und Umbruch – vor allem aber fragmentierte gesellschaftliche Gruppen, Gedächtnislinien und Diskurse: Aus dieser Vielfalt an Eindrücken einer ethnografischen Forschungsreise zu deutschsprachigen Minderheiten in Rumänien und der westlichen Ukraine entstand das Ausstellungsprojekt „‘Wir wohnen Wort an Wort’. Banat, Siebenbürgen, Bukowina: ein Ethnograffiti Südosteuropas“. Die Ausstellung ist das Ergebnis einer Kooperation der Fächer Volkskunde/Kulturgeschichte und Rumänistik/Südosteuropastudien an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Gemeinsam haben Studierende und Lehrende ein Jahr lang Interview-, Audio- und Filmdaten erhoben, ausgewertet, daraus ein Ausstellungskonzept erarbeitet und umgesetzt (Präsentationsort: Jena). In einer zweiten Veranstaltung wurde der Online-Auftritt von Ausstellungsinhalten erarbeitet. Anhand von sieben Stationen werden Fragen zum multiethnischen Zusammenleben aufgeworfen: Was hieß es früher, zur deutschen Minderheit zu gehören, was heißt es heute? Warum bedeutete das Ende des Kommunismus 1989 für die Mehrheit Exodus und Abschied aus ihrer südosteuropäischen Heimat? Wie wird die Vielstimmigkeit der Region heute gelebt? Was können wir für das Europa von heute daraus lernen? Die Ausstellung verbindet Audioquellen, Fotos, Filmsequenzen und Text zu einem vielschichtigen "Ethnograffiti".

zur Onlineausstellung...
Neue Studie
Studie Euthanasie

Zwangssterilisation und „Euthanasie“ im Erinnern und Erzählen


Der Bestand im Lebensgeschichtlichen Archiv des ISGV zu Zwangssterilisationen im Dritten Reich bildete den Ausgangspunkt zu einer jüngst erschienenen Untersuchung: Lars Polten erforschte die Auswirkungen der eugenischen und nationalsozialistischen Erbgesundheitspolitik und führte in diesem Zusammenhang Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen durch, die oder deren Angehörige an den Folgen von Sterilisation und Ermordung, der sogenannten Euthanasie, zu leiden haben. Dazu zählen Erfahrungen mit dem Verlust von familiären Bezugspersonen, schädlichen Einflüssen von Pflegefamilien, körperlicher und seelischer Gewalt und
von Diskriminierungen in allen politischen Systemen. Die Studie vermittelt einen Ausschnitt aus dem weiten Spektrum der Betroffenen und den Folgen für ihre Lebensverläufe und gibt einen Einblick in prototypische Kollektivbiografien. Lars Polten wurde mit seiner Studie an der Universität Jena promoviert – wir gratulieren herzlich!

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Veranstaltungskalender
Datum Veranstaltung
18.-20. März 2021 Wege – Gestalten – Profile. Katholische Kirche in der sächsischen Diaspora, Tagung in Dresden
5. Mai 2021 Abschlussveranstaltung - Als die Bilder sprechen lernten. Dresdner Kinokultur zwischen Stumm- und Tonfilm, Filmreihe in Dresden
16.-18. Mai 2021 Mehr Schein als Sein? Papierne Imitation und Illusion.
4. Jahrestagung des Forums Bild Druck Papier
16.-18. Juni 2021 Edition und Kommentar. Aufbau und Vermittlung von kontextualisierenden Inhalten
17.-18. September 2021
Mit Vergnügen – Höfische Kultur im mitteldeutschen Raum des 18. Jahrhunderts, Tagung in Chemnitz​

15.-17. Oktober 2021

Zwischendurch die Promotion!? 15. dgv-Doktorand*innentagung
Kurzfristige Programmänderungen, die sich aus den aktuellen Entwicklungen ergeben, entnehmen Sie bitte der Homepage des ISGV.

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